Der Künstler

Ich arbeite seit vielen Jahren als Bildhauer.

Das Spannende an meinen Arbeiten ist der Gegensatz meiner Arbeitsmaterialien. Holz und Stein. Aus den vorgegebenen Strukturen des Materials entwickel ich meine Formen, die immer wieder Menschliches zeigen, besser noch: seelisches Befinden. Ich gehe mit meinen Vorstellungen und Ideen dem Material entgegen und lasse mich auf das Gewachsene ein. Aus einer realen Vorstellung formt sich so langsam ein reduziertes Bildwerk heraus, das eine bestimmte menschliche Situation, eine Geste, eine Emotion festhält.

Ich möchte das Leben, den Menschen in seinen verschiedenen Lebensformen, darstellen

Lebendiges darstellen und die verschiedensten Lebensformen des Menschen einfangen – dazu habe ich auch die Oberflächen bei einigen Ausstellungsstücken weiter bearbeitet, um damit meiner Stimmung mehr Ausdruck zu verleihen.

Ich suche den Dialog mit meinem Arbeitsmaterial, d.h. die letztlich geschaffene Form ist Reaktion auf  – vom Werkstoff vorgegebene Möglichkeiten – wobei ich jedoch nur sekundär passives Element bleibe, da das Material die gestalterischen Fragen vorgibt: ich befrage den Werkstoff auf Formen-und-Aussage-Befindlichkeiten und lege in einem dialoghaften Arbeitsprozeß im Material enthaltene immanente Formen frei.

Ich verstehe mich darauf, zu vermitteln, was mit dem Wort „Begreifen“ im wahrsten Sinne des Wortes gemeint ist. Als Bildhauer verbinde ich damit mehr als nur das Wahrnehmen und Verstehen, sondern auch das Ertasten und Erfühlen meiner Arbeiten.

Organische Formen und unregelmäßige Oberflächen sorgen für aufregende Ergebnisse und stellen eine archetypische Bildsprache her, in der die reduzierte Formensprache mit den spezifischen Eigenschaften der Hölzer und Steine korrespondiert.